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VW-Buße
wird kein Einzelfall bleiben
Hamburg (Reuters) -
EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert hat weitere Strafen gegen
Automobilhersteller angekündigt. Es sei klar, daß das Bußgeld gegen VW
kein Einzelfall bleiben werde, sagte Van Miert der "Bild am
Sonntag”. Seit dem VW-Fall seien noch mehr Beschwerden aus ganz Europa
gekommen.
"Wir sammeln die Beweise”, sagte Van Miert. Auch gegen deutsche
Firmen gebe es weitere Beschwerden. Aus den Niederlanden gebe es Hinweise,
daß auch VW-Autos immer noch nicht an Deutsche verkauft würden.
"Um es noch einmal klar zu sagen: Autohersteller dürfen ihre Händler
nicht daran hindern, Autos an ausländische Kunden zu verkaufen”, so Van
Miert weiter. Die europäischen Kunden sollten jedes Auto in dem Land
kaufen können, in dem es am billigsten sei. Es dürfe auch nicht so sein,
daß Verbraucher, die im Ausland kauften, bei Wartungs- und
Garantiearbeiten in ihrem Heimatland auf Schwierigkeiten stießen. Dadurch
würde ihre Möglichkeit des Autokaufs im Ausland wieder beschränkt, so
Van Miert.
Die Europäische Kommission hatte gegen VW im Januar wegen der
Benachteiligung deutscher und österreichischer Kunden beim Autokauf in
Italien ein Bußgeld von gut 200 Millionen Mark verhängt. Dies ist die höchste
Strafe, die die Europäische Union (EU) je einem Unternehmen auferlegt
hat.
wag
REUTERS
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